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28.12.2009 - Schlechte Presse für „Sale“
- Vor allem in den Großstädten ist die erste Reduzierungsphase bereits in vollem Gange. Angezeigt wird sie vielfach durch große "Sale"-Hinweise. Dahinter steht die unausgesprochene Hoffnung, der Kunde könne diesen Anglizismus auch korrekt deuten.
Ob der Ausdruck "Sale" für die Werbung immer geeignet ist, muss allerdings bezweifelt werden. So hat der Verein Deutscher Sprache (VDS) diesen Begriff gerade zum überflüssigsten Wort des Jahres gekürt. Ganz überraschend ist das nicht: Hat sich der VDS doch bereits vor einigen Jahren in Zusammenarbeit mit der Senioren-Initiative Nürnberg (SIN) gegen die Verwendung des Begriffes "Sale" in der Werbung ausgesprochen.
Fazit: Die Marketing-Terminologie sollte immer wieder hinterfragt werden. Entscheidend für die Wahl sollte sein, ob der eigene Kunde die Begriffe versteht und mag. Anglizismen klingen zwar meist modern, sie sprechen aber vor allem ältere Kunden oft nicht an oder werden von diesen überhaupt nicht verstanden. Zum Bewerben des tatsächlichen Saisonabschlusses (empfohlen ab 25.1.2010) ist "Sale" zudem aufgrund seiner breiten Verwendung im Vorfeld nicht geeignet. Zur (erneuten) Motivierung der Kunden empfiehlt es sich vielmehr, eine neue Verkaufsphase auch mit neuen Begriffe wie "Schlussverkauf", "WSV" oder zumindest "Final Sale" zu bewerben.
Quelle: BTE
Handelsverband Sachsen, 22.12.2009... zur Übersicht »